Religiosität spielt in der Kindererziehung immer weniger eine Rolle.
Psychologie
Wo Religion fehlt, ist mehr Angst
In der Kindererziehung gelten heute andere Werte als früher, besonders die Religiosität ist im Niedergang. Das nimmt Kindern ein Gemeinschaftsgefühl, welches sie vor Angststörungen bewahren kann.
Immer mehr junge Menschen weltweit leiden unter Angststörungen. Ein Team des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit (FBZ) der Ruhr-Universität hat untersucht, wie diese Entwicklung mit Veränderungen in gesellschaftlichen Erwartungen und Erziehungswerten zusammenhängt. Dabei zeigte sich, dass religiöser Glaube ein entscheidender Schutzfaktor für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist. Länder, in denen Religiosität stark an Bedeutung verloren hat, weisen demnach einen vergleichsweise hohen Anstieg in der Inzidenz von Angststörungen auf, wie die Forschenden in der Zeitschrift Developmental Science vom 11. Februar 2026 berichten.