3 R-Maßnahmen
Blut abnehmen an künstlichen Schwanzvenen
Blut abnehmen bei kleinen Tieren ist gar nicht so einfach. Üben kann man das an künstlichen Mäuse- und Rattenschwänzen.
Es ist eine ganz schön fummelige Aufgabe: Wenn bei einer Maus oder einer Ratte Blut abgenommen oder eine Injektion verabreicht werden muss, sind die Schwanzvenen die am einfachsten zu nutzenden. Eine dünne Kanüle muss in flachem Winkel in eine Vene gestochen werden, um wenige Mikroliter Blut abzunehmen. Das erfordert eine ruhige Hand und am besten ein wenig Erfahrung. Diese Übung können Studierende der Ruhr-Universität Bochum an lebensecht wirkenden Modellen erwerben. Die Mäuse- und Rattenschwanzmodelle aus Gummi sind von einem Gefäßsystem durchzogen, das mit einer Ersatzflüssigkeit gefüllt wird. Diese kann man dann mit verschiedenen Spritzensystemen abnehmen, wenn man denn die Vene trifft.
„Das Modell hilft uns, weil wir für Ausbildungszwecke keine Tiere mehr einsetzen müssen wie früher, als man zum Beispiel an narkotisierten Mäusen und Ratten trainiert hat“, erklärt Tierschutzbeauftragte Dr. Nora Rautenberg. Und auch für die Teilnehmenden der Kurse ist das System eine Erleichterung. Das Modell ermöglicht es ihnen, die schematische Anatomie in Ruhe zu studieren und das Handling von Braunülen, Spritzen und Kanülen zu üben. So ist es jedem möglich, stressfrei für Mensch und Tier eine Blutabnahme oder Injektion zu trainieren.
3 R-Prinzip