Maren Wöbbeking befasst sich als Juristin besonders mit dem Urheberrecht und dem Digitalwirtschaftsrecht. Außerdem ist sie in die deutsch-französischen Bachelor- und Master-Studiengänge im Wirtschaftsrecht eingebunden.
Jura
Maren Wöbbeking will das Digitalwirtschaftsrecht mitgestalten
Die Juristin hat an der Ruhr-Universität ideale Arbeitsbedingungen gefunden.
„Ich bin sehr glücklich hier zu sein, es ist die ideale Stelle für mich“, sagt Prof. Dr. Maren Wöbbeking und ihr Strahlen unterstreicht ihre Worte. Schon früh war ihr klar, dass sie Jura studieren wollte. „Als Jurist*in arbeitet man in vielen Bereichen sehr systematisch. Gleichzeitig geht es stets um Wertevermittlung und den Bezug zur Gesellschaft, und das macht den Reiz für mich aus“, so die 32-Jährige.
Statt davon zu träumen, Richterin oder Rechtsanwältin zu werden, wurde Wöbbeking schon früh klar, dass sie sich der Wissenschaft verschreiben wollte. Seit Dezember 2025 ist sie an der Ruhr-Universität Bochum als Juniorprofessorin für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht.
KI-Themen beschäftigen sie
Die Spezialgebiete von Maren Wöbbeking sind das Urheberrecht und das Digitalwirtschaftsrecht. Hier befasst sie sich neben Fragen der Open Science vor allem mit KI-Themen. Inwiefern können wir KI einsetzen? Wo gibt es Grenzen? Wer haftet, wenn eine KI zum Beispiel falsche Informationen ausgibt? Und wie sieht es mit dem Urheberrecht im Zusammenhang mit KI aus? „Für das Training eines KI-Modells werden zum Beispiel viele urheberrechtlich geschützte Werke genutzt – meist ungefragt und unbezahlt – und das ist etwas, was die Kreativbranche enorm unter Druck setzt. Gleichzeitig besteht ein hohes gesellschaftliches Interesse an gut trainierter KI. Da eine Balance zu finden, ist eine große Herausforderung unserer Zeit“, so Wöbbeking.
Ich bekomme hier genau die Möglichkeiten, die ich mir erhofft hatte für die Forschung und die Lehre.
Die Ruhr-Universität hat die Juristin schon als Doktorandin bei ihrer allerersten Fachtagung kennengelernt. „Die Tagung und auch die Universität sind mir in sehr guter Erinnerung geblieben“, so Wöbbeking. Als sie dann Jahre später die Ausschreibung zu ihrer jetzigen Stelle sah, passte das auch thematisch sehr gut. „Ich bin sehr froh, dass es funktioniert hat. Es ist eine junge, dynamische Uni. Ich habe sehr nette und engagierte Kolleg*innen, die zum Teil auch gerade erst angefangen haben und ich bekomme hier genau die Möglichkeiten, die ich mir erhofft hatte für die Forschung und die Lehre. Unter anderem bin ich in die deutsch-französischen Bachelor- und Master-Studiengänge im Wirtschaftsrecht eingebunden. Meine Juniorprofessur wird insoweit auch durch die deutsch-französische Hochschule gefördert. Erst vor wenigen Wochen war ich bei unserer Partneruniversität in Tours an der Loire, um dort eine Vorlesung für französische Studierende zu halten – das sind wirklich großartige Möglichkeiten, die die Ruhr-Uni mir bietet“, so Wöbbeking.
Austausch ist ihr wichtig
Besonders wichtig ist der Juristin auch, sich über Fachgrenzen hinweg auszutauschen. Sie ist zum Beispiel Teil des Organisationsteams der „Law and AI Research Group“. Bereits im Juni findet das nächste Forschungsseminar dieser Gruppe in Bochum statt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Golla plant sie zudem eine Zusatzausbildung zu KI, Digitalisierung und Recht, die in enger Zusammenarbeit mit der Fakultät für Informatik entsteht. „Das ist etwas, was mir ausgesprochen viel Spaß macht. Gerade bei den Digitalrechtsthemen, wo es ja auch um technische Expertise geht – um interdisziplinäres Arbeiten –, gibt es so viele Überschneidungen. Da wird es immer wichtiger, miteinander zu reden.“