Youssra Zanzoune ist noch bis Ende Juni an der Ruhr-Universität.

© RUB, Marquard

Freiwilligenjahr

Youssra Zanzoune bringt deutsche und französische Studierende zusammen

In ihren zehn Monaten an der Ruhr-Universität hat die Französin unter anderem das Sprachtandem-Projekt „1, 2, 3, Soleil“ auf den Weg gebracht.

Youssra Zanzoune schaut ein wenig traurig, wenn sie an das Ende ihres Freiwilligenjahres an der Ruhr-Universität denkt. Am 23. Juni 2026 ist es soweit – nach rund zehn Monaten in Bochum, in denen sie am Romanischen Seminar Erstsemester unterrichtete und für das International Office zweimal pro Woche ein Sprachcafé betreute. „Es hat mir große Freude bereitet, in die Rolle einer Dozentin zu schlüpfen und Studierende zu unterrichten“, berichtet sie. „Es war auch ein gutes Gefühl, eine gewisse Verantwortung zu übernehmen.“

Während der Unterricht am Romanischen Seminar zum Standardprogramm der französischen Freiwilligen gehört, ist Youssra Zanzoune die Erste, die auch am International Office tätig ist. „In den beiden Sprachcafés – eines im Euro-Eck, eines im Mensagebäude – geht es sehr lebhaft zu“, beschreibt sie. „Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Deutsch, Französisch und Englisch. Ich mag das sehr.“

Ich wollte Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

— Youssra Zanzoune

Trotz ihrer anspruchsvollen Aufgaben fand die Französin Zeit für ein eigenes Projekt, das ihr persönlich sehr am Herzen liegt und das sie mithilfe von Flyern und Posts auf den Instagram-Kanälen des International Offices und des Romanischen Seminars beworben hat. „Ich wollte Menschen miteinander ins Gespräch bringen“, sagt sie. Entstanden ist das Projekt „1, 2, 3, Soleil“, das deutsche und französische Studierende erfolgreich in Sprachtandems zusammengebracht hat. „Ich hoffe, dass die Studierenden sich noch lange treffen und miteinander reden werden – auch wenn ich nicht mehr in Bochum bin.“

Am 11. Juni treffen sich die rund 20 teilnehmenden Studierenden zu einer Feier mit Speis und Trank, Feedback-Gesprächen und vielem mehr. Knapp zwei Wochen später fährt Youssra Zanzoune nach Wittenberg, wo ein Treffen aller diesjährigen deutschen und französischen Freiwilligen stattfindet. Nach dieser letzten Woche in Deutschland kehrt sie nach Frankreich zurück. In Nantes wird sie mit dem Masterstudium in Angewandte Fremdsprachen (Langues Étrangères Appliquées – LEA) beginnen. In diesem Fach hat die Studentin zuvor in Angers einen Bachelor erworben. Ursprünglich stammt sie aus der Stadt Laval im Department Mayenne.

Beratung

Solange sie an der RUB ist, berät Youssra Zanzoune Studierende am Romanischen Seminar. Sie bietet individuelle Gesprächsrunden, Übungen und Beratungen an, die auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten sind. Wer interessiert ist, schreibt ihr am besten eine Mail.

Genau wie einige frühere Freiwillige ist Youssra Zanzoune eine Wiederholungstäterin im allerbesten Sinn. Sie absolvierte im Wintersemester 2022/23 ein fünfmonatiges Austauschprogramm des Deutschen Akademischen Austauchdienstes an der Ruhr-Universität, das Programme d’Études en Allemagne, kurz PEA. Dr. Nathalie Piquet, die sowohl das PEA als auch das Freiwilligenjahr am Romanischen Seminar betreut, freut sich jedes Mal, wenn ihre Schützlinge zurück nach Bochum kommen und offensichtlich sehr gern hier sind. Kein Wunder, dass dann die Abschiede umso schwerer fallen. Andererseits muss dieser Besuch nicht der letzte sein.

Freiwilligendienst

Jahr für Jahr bekommt die Ruhr-Universität Besuch von einem jungen Menschen aus Frankreich, der hier seinen deutsch-französischen Freiwilligendienst ableistet – organisiert vom deutsch-französischen Jugendwerk, vor Ort betreut vom Romanischen Seminar – und nun erstmals auch vom International Office.

Veröffentlicht

Donnerstag
21. Mai 2026
10:00 Uhr

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