„Die Stelle passt perfekt zu meinen Themen, und das Ruhrgebiet ist der ideale Ort für meine Forschung“, sagt Philipp Overkamp über seine Juniorprofessur.
Jura
Philipp Overkamps Blick auf die Energiewende
Der Jurist verstärkt seit April als Juniorprofessor das Institut für Berg- und Energierecht.
„Ich habe keine Sekunde gezögert, mich zu bewerben“, sagt Dr. Philipp Overkamp. „Diese Stelle passt perfekt zu meinen Themen, und das Ruhrgebiet ist der ideale Ort für meine Forschung.“ Overkamp besetzt seit April 2026 die Juniorprofessur für Öffentliches Recht und Energierecht am Institut für Berg- und Energierecht (IBE) der Ruhr-Universität.
Die Stellenausschreibung entdeckte er während seiner Tätigkeit an der Universität des Saarlands. „Das Institut für Berg- und Energierecht genießt bundesweit einen hervorragenden Ruf – ein weiterer Grund für mich, ins Ruhrgebiet zurückzukehren“, erklärt Overkamp, der in Bottrop aufgewachsen ist und seitdem unter anderem in Hamburg, Berlin, Karlsruhe und Münster tätig war.
Mit Strukturwandel kennt sich das Ruhrgebiet bestens aus.
Im Fokus seiner Forschung stehen die Energiewende und der dazu notwendige, in Overkamps Augen möglichst sozialverträgliche Transformationsprozess. „Damit, also mit einem umfassenden Strukturwandel, kennt sich das Ruhrgebiet bestens aus“, erläutert Overkamp den oben angedeuteten Vorteil der Region für seine Arbeit.
Im Kontext des übergeordneten Themas Energiewende beleuchtet er bestimmte Aspekte genauer. Da wären etwa die grund- und menschenrechtlichen Implikationen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit oder die Frage, wie sich gesetzliche Regulierungsziele und Gemeinwohlbelange gerichtlich durchsetzen lassen. Gerade beim zweiten Punkt profitiert der Jurist von den nichtwissenschaftlichen Stationen in seinem Lebenslauf. In Anwaltskanzleien und beim Bundesverfassungsgericht hat er wichtige Einblicke in die Praxis von Unternehmen und Gerichten gewonnen.
Bei all dem verlässt Overkamp sich nicht allein auf die Rechtswissenschaft. „An einer Campusuniversität wie der RUB trifft man automatisch auf Menschen, die in anderen Disziplinen forschen.“ So sucht Overkamp von Beginn an gezielt den Kontakt zu Forschenden unter anderem aus der Ökonomie, der Ökologie und der Soziologie.
Als Kind des Ruhrgebiets bin ich mit dem Brutalismus aufgewachsen, ich mag den Stil.
Vom Start weg ist er zudem in die Lehre an der Juristischen Fakultät eingebunden. Im Sommersemester 2026 bietet er die Vorlesung „Recht der öffentlichen Versorgung" an. Darüber hinaus betreut er Studierende bei der Vorbereitung fürs Staatsexamen.
Philipp Overkamp fühlt sich ausgesprochen wohl auf dem Campus und zeigt sich begeistert von der Herzlichkeit am IBE und darüber hinaus. Er gewinnt sogar dem Baustil etwas ab. „Als Kind des Ruhrgebiets bin ich mit dem Brutalismus aufgewachsen, ich mag den Stil.“ Gleichwohl genießt er mindestens ebenso sehr den Blick aus seinem Fenster: Frühling pur bis hinunter ins Ruhrtal.