
Prorektor Günther Meschke freut sich über das hervorragende Abschneiden der Ruhr-Universität Bochum im Gründungsradar 2025.
Gründungsranking „Eine großartige Erfolgsgeschichte“
Die Ruhr-Universität Bochum verbessert sich im aktuellen Gründungsradar des Stifterverbands auf Rang sechs. Prorektor Günther Meschke erläutert im Interview die Erfolgsfaktoren.
Sehr groß ist die Freude über das hervorragende Abschneiden im „Gründungsradar“ des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft. Die Ruhr-Universität Bochum verbessert sich auf Platz sechs, auch die Partner in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) freuen sich über ihr Abschneiden. Mit dem Worldfactory Start-up Center (WSC) hat die Ruhr-Universität eine starke Anlaufstelle zur Förderung von Gründungen und Transfer. Der Vorstandvorsitzende der Worldfactory und Prorektor für Prorektor für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Günther Meschke, erläutert, auf welchen Faktoren der Erfolg beruht und welche weiteren Ziele es bei der Gründungsförderung gibt.
Herr Meschke, wie bewerten Sie den Erfolg der Ruhr-Universität und der UA Ruhr im jüngsten Ranking des Stifterverbandes?
Die Verbesserung von Platz neun auf Platz sechs in nur drei Jahren hat mich und das gesamte WSC-Team außerordentlich gefreut. Diese hervorragende Platzierung bestätigt unsere Anstrengungen der letzten Jahre, effiziente Strukturen für die Gründungsförderung und Entrepreneurship an der RUB zu entwickeln und nachhaltig innerhalb der RUB zu verankern. Wenn man bedenkt, dass wir im Jahr 2016 noch auf Platz 34 waren, so ist das WSC seit seiner Gründung eine großartige Erfolgsgeschichte und Motor für den erfolgreichen Transfer von Grundlagenforschung in innovative junge Unternehmen. Besonders freue ich mich, dass sich auch unsere Nachbaruniversitäten ebenfalls deutlich verbessern konnten und die drei UA-Ruhr-Universitäten im neuen Ranking ihre Leistungsfähigkeit in puncto Gründungsförderung eindrucksvoll unter Beweis stellen können.
In den vergangenen Jahren hat die RUB gezielt Strukturen geschaffen, um Gründungsinteressierte optimal zu unterstützen.
Welche Faktoren haben an der RUB das gute Abschneiden begünstigt, was wurde hier in den vergangenen Jahren unternommen, um Gründungsinteressierte zu unterstützen?
In den vergangenen Jahren hat die RUB gezielt Strukturen geschaffen, um Gründungsinteressierte optimal zu unterstützen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Worldfactory, die als umfassende Anlaufstelle für Start-ups, Wissens- und Technologietransfer sowie Patentberatung dient. Dies wäre ohne die Förderung als Exzellenz-Startup Center (ESC) durch das Land NRW und die kontinuierliche Begleitung durch das NRW-Wirtschaftsministerium nicht möglich gewesen. Im O-Werk auf Mark 51°7, dem ehemaligen Opel-Gelände, finden Hochschulangehörige und Alumni Zugang zum RUB-Makerspace und eine Anlaufstelle zur Transfer- und Gründungsberatung. Gleichermaßen wichtig ist die Entrepreneurship Education, die wir sukzessive in der Breite der Universität verankern und kontinuierlich weiterentwickeln. So gelingt es, bereits während des Studiums ein unternehmerisches Mindset bei den Studierenden zu fördern.
Welche Ziele setzen Sie sich bei der Gründungsförderung für die Zukunft, wohin führt der weitere Weg der RUB und der UA Ruhr?
Wir verfolgen drei wesentliche Ziele: Einerseits werden wir den erfolgreichen Weg der RUB in der frühphasigen Gründungsförderung und im Bereich Entrepreneurship Education konsequent weiterentwickeln und durch den Ausbau von Netzwerken weiter stärken. Darüber hinaus entwickeln wir derzeit eine Transferstrategie, mit der wir die ganze Breite der Ruhr-Universität, also zum Beispiel auch die Geisteswissenschaften, noch stärker für die Bedeutung von Wissenstransfer sensibilisieren wollen. Und im Augenblick verfolgen wir drittens mit großer Energie, gestärkt durch den Rückenwind durch das aktuelle Ranking des Gründungsradars, die gemeinsame Bewerbung der RUB gemeinsam mit den Nachbaruniversitäten TU Dortmund und Duisburg-Essen sowie mit der Gründungsinitiative BRYCK, der RAG-Stiftung und dem Initiativkreis Ruhr als gemeinsame „BRYCK Startup Alliance“ im Rahmen des Leuchtturmwettbewerbs „Start-up Factory“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Unser Ziel ist es, mit der BRYCK Startup Alliance und der Bündelung der Kräfte aus Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft mitten im Ruhrgebiet ein führendes europäisches Innovationszentrum zur Entwicklung wachstumsstarker, wissenschaftsbasierter B2B-Tech-Startups aufzubauen.